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Voestalpine
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Die Voestalpine AG (Eigenschreibweise: voestalpine, Aussprache: []cite-ref-3[3]) ist ein weltweit tĂ€tiger österreichischer Stahl- und Technologiekonzern mit Sitz in Linz (Oberösterreich). Sie ging 1995 aus dem 1946 gegrĂŒndeten Stahlkonzern VĂEST hervor, der Teil der verstaatlichten Industrie Ăsterreichs war.
Voestalpine ist in ĂŒber 50 LĂ€ndern vertreten und besteht aus rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten. Die Aktie notiert seit 1995 an der Wiener Börse.
2019 kamen 10 % aller österreichischen CO2-Emissionen aus den Werken der Voestalpine, sie war damit der gröĂte Emittent des Landes.cite-ref-4[4] Nach eigenen Angaben konnte der Konzern das Emissionsniveau seiner Werke in den vergangenen Jahrzehnten signifikant reduzieren, so dass es nun am Minimum dessen lĂ€ge, was mit den bestehenden Technologien der Stahlerzeugung erreichbar sei.cite-ref-5[5]
Contents
âą Geschichte
âą Aufschwung
âą Privatisierung
âą Steel Division
âą Innovationen
âą LD-Verfahren
âą HSH-Schienen
âą phs-ultraform
âą vatron/ACCM/LCM
âą Stahlwelt
âą Schichtbetrieb
âą Siehe auch
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
â
Hauptartikel
:
VĂEST
GrĂŒndung als RĂŒstungsbetrieb
Der Spatenstich fĂŒr den Bau der Linzer Hermann-Göring-Werke, welche vollstĂ€ndig Reichswerke Aktiengesellschaft fĂŒr Erzbergbau und EisenhĂŒtten âHermann Göringâ Linz hieĂen, und Tochtergesellschaft der Berliner Reichswerke Hermann Göring waren, erfolgte am 13. Mai 1938. Als Standort wurde die nahe der Donau gelegene Dorfsiedlung St. Peter/Zizlau â seit 1915 Stadtteil von Linz â ausgewĂ€hlt. Grund dafĂŒr war, dass der breite Streifen im Osten von Linz aufgrund der permanenten Hochwassergefahr bis auf St. Peter nahezu unbebaut war. Man entschied sich daher, dafĂŒr die Siedlung abzutragen und die Einwohner in andere Stadtteile umzusiedeln. Das Gebiet wurde groĂflĂ€chig mit Schotter aufgeschĂŒttet, um kĂŒnftigen Hochwassern vorzubeugen. Bei der Schottergewinnung in der Umgebung von Linz entstanden die beiden Weikerlseen sowie Teile des Pichlinger Sees.
Als Standort wurde ursprĂŒnglich auch das Gebiet um Pichling und Asten in ErwĂ€gung gezogen, doch wĂ€ren zu viel landwirtschaftliche NutzflĂ€che verloren gegangen. Das Areal im Osten von Linz, auf welchem gebaut wurde, besaĂ ein AusmaĂ von 4 Ă 1,5 km (nach Ănderungen 1 kmÂČ kleiner). Auf demselben Areal wurde von der nationalsozialistischen Herrschaft auch die Stickstoffwerke Ostmark AG gegrĂŒndet â die spĂ€tere Chemie Linz.
Die Hermann-Göring-Werke Linz und ihre inzwischen gegrĂŒndeten Tochtergesellschaften, die Eisenwerke Oberdonau GmbH (RĂŒstungsbetrieb) und die Stahlbau GmbH (Engineering- und Montagebetrieb zum Bau der Linzer Werke), wurden 1939 mit der Ăsterreichisch-Alpine Montangesellschaft zur Alpine Montan Aktiengesellschaft âHermann Göringâ Linz fusioniert.cite-ref-2014-konzerngeschichte-pdf-6-0[6]
Ohne auslĂ€ndische ArbeitskrĂ€fte â ab 1938 zivile AuslĂ€nder, ab 1940/41 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene sowie ab Ende 1942 KZ-HĂ€ftlinge â hĂ€tten die Werke nicht gebaut und die RĂŒstungsgĂŒter nicht produziert werden können.cite-ref-2014-konzerngeschichte-pdf-6-1[6]
1941, nachdem der erste Hochofen angeblasen werden konnte, begannen die Eisenwerke Oberdonau mit der Produktion von Panzerteilen, welche im nahe gelegenen Nibelungenwerk St. Valentin montiert wurden. Bis 1944 konnten drei weitere Hochöfen fertiggestellt werden, und so wurden bis zur weitgehenden KriegsbeschĂ€digung der WerksgebĂ€ude durch US-amerikanische Bombenangriffe im Juli 1944 rund 1,5 Millionen Tonnen Roheisen fĂŒr die Erzeugung von Panzerblechen produziert. Im selben Jahr erreichte der BeschĂ€ftigtenstand der Linzer Werke seinen Höhepunkt. Der AuslĂ€nderanteil (NS-Zwangsarbeit) ohne Kriegsgefangene und KZ-HĂ€ftlinge betrug durchschnittlich zwei Drittel, in einzelnen Betriebsteilen bis zu 90 Prozent.cite-ref-2014-konzerngeschichte-pdf-6-2[6] Die ĂŒber 7000 KZ-HĂ€ftlinge aus dem KZ Mauthausen, die zwischen 1942 und 1945 in zwei Lagern auf dem WerksgelĂ€nde untergebracht waren, wurden in der Deutschen Erd- und Steinwerke GmbH, Hochofenschlackenwerk, Linz/Donau, beim Ausbau der HĂŒtte Linz und der Panzerproduktion der Eisenwerke Oberdonau und schlieĂlich mehr oder weniger in allen Produktionsbereichen der Reichswerke eingesetzt.cite-ref-7[7]
Bis zuletzt arbeiteten rund 20.000 Menschen (ohne KZ-HĂ€ftlinge) in allen Betrieben der Linzer Werke,cite-ref-8[8] die neben den anderen neuen Industrieunternehmen zum wirtschaftlichen Motor der Stadt geworden waren. Die Bevölkerungszahl der Stadt stieg von 112.000 im Jahre 1938 auf 194.000 im Jahr 1945 an. Zudem befanden sich 40.000 Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Umsiedler, FlĂŒchtlinge (teils aus Siedlungen nördlich der Donau, aus Furcht vor der Besatzung durch sowjetische Truppen) und BombengeschĂ€digte in der Stadt.
Am 31. Oktober 2014 wurde in der Konzernzentrale die Zeitgeschichteausstellung 1938â1945 eröffnet, die den Opfern der Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus am Standort Linz der Reichswerke Hermann Göring gewidmet ist und seit 2016 den Namen Zeitgeschichte Museum trĂ€gt.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]
Kriegsende und Wiederaufbau
Nach Kriegsende wurden die ehemaligen Hermann Göring-Werke als deutsches Eigentum von den Alliierten (USA) beschlagnahmt und in Vereinigte österreichische Eisen- und Stahlwerke (VĂEST) umbenannt und von der Alpine Montan AG getrennt. Am 16. Juli 1946 wurde die neu gegrĂŒndete VĂEST von den Amerikanern zur treuhĂ€ndigen Verwaltung an die Republik Ăsterreich ĂŒbergeben. Aufgrund des Verstaatlichungsgesetzes vom 26. Juli 1946 ging die VĂEST in das Eigentum des österreichischen Staates ĂŒber.cite-ref-2014-konzerngeschichte-pdf-6-3[6]
Die verbliebenen 4400 Arbeiter der VĂEST begannen mit dem Wiederaufbau. Als erstes wurde das Kraftwerk, welches noch heute den GroĂteil der Energieversorgung sicherstellt, wiederaufgebaut. Betrieben wird es mit Kokerei- und Gichtgas sowie auch Erdgas. Danach wurden die Kokerei, der Hochofen und das Stahlwerk wieder in Betrieb genommen. 1947 konnte der erste Hochofen wieder angeblasen werden, er wurde Symbol des Wiederaufbaus. 1951 waren drei, ab 1956 vier Hochöfen in Betrieb. Ab 1947 konnte wieder Stahl produziert werden, und im gleichen Jahr ergĂ€nzte ein weiterer Siemens-Martin-Ofen die StahlproduktionskapazitĂ€t.
Aufschwung
Die VOEST bildete das Fundament der Verstaatlichten Industrie, die spĂ€tere Ăsterreichische Industrieholding AG (ĂIAG). Ab 1947 erlebte die VOEST einen bestĂ€ndigen Aufschwung und wurde spĂ€testens mit der Entwicklung des LD-Verfahrens zur Stahlerzeugung im Jahre 1952 zum Paradebetrieb der Verstaatlichten Industrie. Im selben Jahr wurde auch die GIWOG â GemeinnĂŒtzige Industrie-Wohnungsges. m.b.H. Linz â gegrĂŒndet, um eigenstĂ€ndig VOEST-Mitarbeitern Wohnraum zur VerfĂŒgung stellen zu können. So wurden von dieser Gesellschaft Wohnsiedlungen wie bereits 1952 die MuldenstraĂensiedlung mit 178 Wohneinheiten errichtet.
Nachdem LD-Stahl auch fĂŒr den Schiffbau zugelassen wurde, erwog die VOEST eine eigene Reederei zu grĂŒnden. Grund dafĂŒr war, dass die Frachtkosten fĂŒr Kohle und Erztransporte zwischen 1950 und 1970 massiven Preisschwankungen unterlagen. Pro Tonne musste das Unternehmen von 22 bis zu 120 englischen Shilling bezahlen. Die Ister Reederei wurde gegrĂŒndet, und im Januar 1958 lief bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft das erste Schiff vom Stapel â die zu 100 % aus LD-Stahl gebaute Linzertor. Aber auch die VOEST selbst baute Schiffe. In der von 1974 bis 1991 zum Konzern gehörenden Schiffswerft Korneuburg, welche unter NS-Besatzung den Hermann-Göring-Werken einverleibt und ausgebaut worden war, wurden ĂŒber 100 Passagierschiffe fĂŒr die Sowjetunion gebaut.
1973 wurde die damals wirtschaftlich in BedrÀngnis geratene steirische Alpine Montan AG (vollstÀndige Bezeichnung Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft, HauptproduktionsstÀtte in Leoben-Donawitz) auf politischen Druck hin wieder in die VOEST eingegliedert, zu der sie bereits vor 1946 gehört hatte. Auch die anderen damaligen österreichischen Stahlerzeuger Böhler und Schoeller-Bleckmann wurden auf politischen Wunsch hin in den neuen Konzern miteingebracht. Das neu entstandene Unternehmen erhielt den Namen VOEST-Alpine AG.
Anfang der 1980er war die VOEST-Tochter Noricum (heute MFL) in den Noricum-Skandal um illegale österreichische Waffenexporte verstrickt. Ăsterreich hatte seinerzeit eine RĂŒstungsindustrie von bestem Ruf, zu der auch Sparten der VOEST gehörten.
Krise der Verstaatlichten
In den darauffolgenden Jahren wurde der starke politische Einfluss auf das verstaatlichte Unternehmen verstĂ€rkt zur Arbeitsplatzsicherung eingesetzt. Diese fand ein Ende im Jahre 1985, als das zum Mischkonzern angewachsene bereits seit 1981 hochdefizitĂ€re Unternehmencite-ref-2014-konzerngeschichte-pdf-6-4[6] einen durch gescheiterte ĂlderivatgeschĂ€fte noch verstĂ€rkten Rekordverlust von 25 Milliarden Schilling einfuhr (Intertrading-Skandal). Die VOEST-ALPINE war de facto bankrott, der gesamte Vorstand musste zurĂŒcktreten.cite-ref-1-11-0[11] In der Folge wurde das Unternehmen massiv re- und umstrukturiert und der damals rund 70.000 Mitarbeiter umfassende Personalstand stark abgebaut.cite-ref-1-11-1[11] Der damalige Finanzminister Ferdinand Lacina beendete zudem mit einer neuen gesetzlichen Grundlage das bis dahin ĂŒbliche Parteienproporz-System, das die Bestellung der UnternehmensfĂŒhrung von politischer Zugehörigkeit anstatt von wirtschaftlicher Qualifikation abhĂ€ngig gemacht hatte.cite-ref-12[12]
Das Sanierungskonzept wurde am 1. September 1986 veröffentlicht und sah den Abbau von 9400 Mitarbeitern und einen zusĂ€tzlichen Kapitalbedarf von 21,5 Milliarden Schilling bis 1990 vor. Um das entlassene Personal bei der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben zu unterstĂŒtzen, wurde 1987 die Stahlstiftung gegrĂŒndet.cite-ref-13[13] Die grundlegende Restrukturierung und strategische Neuausrichtung des ĂIAG-Konzerns fĂŒhrte 1988 und 1989 zur Bildung von sieben bzw. sechs Branchenholdings und damit zur völligen Restrukturierung des Stahl-Bereiches der verstaatlichten Industrie in Ăsterreich. Durch Ausgliederung aus der bisherigen VOEST-ALPINE AG entstanden vier dieser sechs Branchenholdings oder bestanden zumindest in groĂem AusmaĂ aus Betrieben und Gesellschaften, die in der Vergangenheit der VOEST-ALPINE Gruppe angehörten. Zwei dieser Branchenholdings waren die VOEST-ALPINE STAHL AG und die Maschinen- und Anlagenbau Holding AG. Letztere wurde die VOEST-ALPINE Industriebau GmbH und die VOEST-ALPINE Maschinenbau Gesellschaft m.b.H. (ab 1989 Machinery, Construction & Engineering Ges.m.b.H.) zugeordnet.cite-ref-14[14] 1989 umfasste die VOEST-ALPINE STAHL AG alle Stahl erzeugenden Betriebe und die Unternehmen der stahlnahen Verarbeitung.cite-ref-15[15]
Im selben Jahr wurden die sechs Branchenholdings der ĂIAG in die Industrie- und Beteiligungsverwaltungs-GesmbH (IBVG), einer hundertprozentigen Tochter der ĂIAG, eingebracht, die 1990 in die Austrian Industries AG umgewandelt wurde und den ersten Schritt in Richtung Börse durch eine Going-Public-Anleihe unternahm.cite-ref-2014-konzerngeschichte-pdf-6-5[6] Mit dem Privatisierungsgesetz von 1993 wurde das Firmenkonglomerat im Wesentlichen in drei Konzerne zerlegt, die bis 1995 teilprivatisiert wurden:
âą VOEST-Alpine Industrieanlagenbau â damals Teil der neu gegrĂŒndeten VA Technologie AG und seit 2005 der Metallurgiezweig von Siemens Industrial Solutions and Services
âą Böhler-Uddeholm AG â die schwedische Uddeholm wurde kurz zuvor gekauft und mit Böhler vereinigt, Börsengang 1995
âą VOEST-ALPINE STAHL AG â die heutige voestalpine, Börsengang 1995
Privatisierung
Mit der Erstnotierung an der Wiener Börse im Jahr 1995 wurde die Privatisierung des bis dahin noch zu 100 Prozent im Staatseigentum (in der ĂIAG) befindlichen voestalpine eingeleitet. Das Unternehmen wurde 2001 in vier Divisionen gegliedert: Stahl, Bahnsysteme, motion (ab Ende 2005 Automotive) und Profilform. 2003 wurde die vollstĂ€ndige Privatisierung beschlossen â die letzten Staatsanteile wurden zum Verkauf angeboten.cite-ref-2014-konzerngeschichte-pdf-6-6[6] Im selben Jahr wurde die traditionelle Unternehmensbezeichnung wieder ĂŒbernommen, dies jedoch mit der neuen Schreibweise voestalpine AG.
Am 29. MĂ€rz 2007 gab das Unternehmen bekannt, den Stahlerzeuger Böhler-Uddeholm ĂŒbernehmen zu wollen, nachdem dessen KernaktionĂ€r seine Anteile zum Verkauf anbot. Nach Ende der Angebotsfrist Anfang Juni 2007 verfĂŒgte der Konzern mit ĂŒber 50 % der Anteile nun ĂŒber die Mehrheit, wenn auch mit weniger Anteilen als ursprĂŒnglich erwartet worden waren.cite-ref-16[16] Der Anteil wurde mit Stand vom 6. September 2007, auf 79,2 % am Grundkapital erhöht. Die Integration als fĂŒnfte Division Edelstahl fand statt. Mit dem Erwerb der restlichen Anteile der Böhler-Uddeholm AG im Jahre 2008 ging diese vollstĂ€ndig in das Eigentum der Voestalpine ĂŒber.cite-ref-2014-konzerngeschichte-pdf-6-7[6] Im September 2009 nahm die Voestalpine AG eine Neuordnung der Böhler-Uddeholm AG vor. Die Division Welding Consumables wurde der Division Bahnsysteme der Voestalpine AG zugeordnet.cite-ref-17[17] Die Division Precision Strip wurde Teil der Voestalpine-Division Profilform. Die Böhler-Uddeholm-Divisionen High Performance Metals und Special Forgings wurden zur Voestalpine-Division Edelstahl zusammengefĂŒhrt und verblieben bei der Böhler-Uddeholm AG.cite-ref-18[18]
Nach dem Zusammenschluss mit Böhler-Uddeholm beschÀftigte der Voestalpine-Konzern weltweit 41.490 Mitarbeiter (Stichtag 31. Dezember 2007).
Globale Wirtschaftskrise
Nach dem Kollaps der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 sanken die AuftragseingÀnge der Voestalpine und die Situation verschlimmerte sich laufend. Der Konzern reagierte rasch mit einem breitflÀchigen Krisenmanagement sowie mit konzernweiten Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen. Das GeschÀftsjahr 2009/2010 wurde das schwierigste seit Jahrzehnten.
Aktuelle Entwicklungen
Durch eine Strafanzeige deckte Voestalpine im MĂ€rz 2011 das Kartell Schienenfreunde auf, an dem das Unternehmen ĂŒber Jahrzehnte beteiligt war.
In einem Ranking des Forbes Magazine der weltweit gröĂten Aktiengesellschaften aus dem Jahre 2013 lag die Voestalpine auf Platz 920.cite-ref-19[19]
Im April 2014 eröffnete Voestalpine ein 50 Mio. Euro teures Werk fĂŒr Autokomponenten in Cartersville im US-Bundesstaat Georgia. Im Mai 2014 nahm der Konzern mit Voestalpine Profilform (China) fĂŒr mehr als 20 Mio. Euro seinen 22. Produktionsstandort in China in Betrieb.cite-ref-20[20]
Im September 2016 wurde in DĂŒsseldorf ein Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet, das sich speziell mit der Weiterentwicklung von 3D-Druck mit Metall beschĂ€ftigt. Im Oktober 2016 eröffnete Voestalpine nach endgĂŒltigen Projektkosten von 1,012 Mrd. Dollar (930 Mio. Euro)cite-ref-21[21] eine Direktreduktionsanlage mit eigenem Tiefseehafen im texanischen Corpus Christi. 2022 wurde der Verkauf von 80 Prozent des Werks an ArcelorMittal bekannt.cite-ref-ds2000134926264-22-0[22] Voestalpine bezieht weiterhin direktreduziertes Eisen aus diesem Werk.cite-ref-23[23]
Im September 2017 wurde ein um 100 Millionen Euro errichtetes Drahtwalzwerk an der Gemeindegrenze zwischen Sankt Peter-Freienstein und Leoben-Donawitz, jedoch im Gemeindegebiet von St. Peter, eröffnet.cite-ref-25[25] AuĂerdem wurde bekannt, dass in Kapfenberg ein neues Edelstahlwerk errichtet werden solle, bis 2021 sollten dafĂŒr ursprĂŒnglich 350 Millionen Euro investiert werden.cite-ref-26[26] Es sollte zur Zeit der Eröffnung das modernste Stahlwerk der Welt sein und wurde im Oktober 2023 eröffnet, war ĂŒber 30 Prozent teurer als geplant und kostete letztendlich 467 Millionen Euro.cite-ref-27[27]
Im Juni 2018 kĂŒndigte Wolfgang Eder an, mit 3. Juli 2019 aus dem Vorstand der Voestalpine auszuscheiden. Herbert Eibensteiner wurde vom Aufsichtsrat zu seinem Nachfolger als Vorstandsvorsitzender bestellt.cite-ref-orf2917022-28-0[28]cite-ref-29[29] Mit 1. April 2022 ersetzte Wolfgang Eder Joachim Lemppenau als Aufsichtsratsvorsitzender der Voestalpine.cite-ref-orf3148671-30-0[30]
Bis 2050 soll die Stahlproduktion der Voestalpine CO2-neutral werden. Dazu setzt der Konzern auf Elektrolichtbogenöfen und Wasserstoff-Direktreduktion, wĂ€hrend die fĂŒnf bislang zur Roheisenproduktion genutzten Hochöfen bis 2050 schrittweise stillgelegt werden.cite-ref-31[31]cite-ref-0-32-0[32] Im September 2023 fand am Standort Leoben-Donawitz der Spatenstich fĂŒr einen Lichtbogenofen statt, der bis 2027 in Betrieb gehen soll.cite-ref-33[33] 2028 soll mit dem Hochofen 4 der erste der beiden Donawitzer Hochöfen stillgelegt werden.cite-ref-0-32-1[32]
Bei der Hauptversammlung im Juli 2024 informierte Eibensteiner erstmals detailliert ĂŒber eine BilanzfĂ€lschung bei der Voestalpine in Höhe von 100 Millionen Euro. Ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag an Steuern sei seit 2012 insgesamt zu viel bezahlt worden; der tatsĂ€chlich entstandene Schaden liege unter zehn Millionen Euro.cite-ref-y-34-0[34]
Im Oktober 2024 verkaufte die Voestalpine die Buderus Edelstahl an die Beteiligungsgesellschaft Mutares.cite-ref-35[35]
Vorstandsvorsitzende
âą Hans Malzachercite-ref-art467-3138626-36-0[36]
âą Karl Krebs
âą Friedrich Kuretschka
âą Walter Falkenbach
âą 1947â1952: Heinrich Richter-Brohm
âą 1952â1961: Walter Hitzinger
âą 1961â1977: Herbert Koller
âą 1977â1985: Heribert Apfalter
âą 1985â1986: Richard Kirchweger
âą 1986â1988: Herbert Lewinsky
âą 1988â1992: Ludwig von Bogdandy
âą 1992â2001: Peter Strahammer
âą 2001â2004: Franz Struzl
âą 2004â2019: Wolfgang Eder
âą ab 2019: Herbert Eibensteinercite-ref-art467-3138626-36-1[36]
Kooperationen und Mitgliedschaften
Als global tĂ€tiger Konzern beteiligt sich Voestalpine an diversen Gremien und VerbĂ€nden. Voestalpine ist Mitglied des internationalen Verbandes Worldsteel und in deren Vorstand vertreten.cite-ref-37[37] In Ăsterreich ist Voestalpine ebenfalls Mitglied verschiedener Vereine und VerbĂ€nde, unter anderem der Ăsterreichischen Vereinigung fĂŒr Instandhaltung und Anlagenwirtschaftcite-ref-38[38] und der Plattform Industrie 4.0.cite-ref-39[39]
AktionÀrsstruktur
Grundkapital: ca. 320 Mio. Euro (Stand 2018)cite-ref-40[40]
169.049.163 Aktien (Stand 2018)cite-ref-41[41]
Beteiligungen (Stand 2018):cite-ref-firmenabc-42-0[42]
âą voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung (14,2 %)
⹠Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (13,3 %; via RLB Oà Invest)
âą Oberbank (7,6 %)
Die restlichen Aktien sind im Streubesitz unter jeweils 5 %.
Struktur des Unternehmens
âą Steel Division
âą High Performance Metals Division
âą Metal Engineering Division
âą Metal Forming Division
Steel Division
Die Steel Division bildet das KerngeschĂ€ft des voestalpine-Konzerns und ist gleichzeitig die gröĂte Einheit des Konzerns. 2020/21 erwirtschaftete sie jedoch nur noch 36 % des Konzernumsatzes.cite-ref-2020-21-geschaeftsbericht-pdf-45-0[45]
Schwerpunkt der Steel Division ist die Erzeugung und Verarbeitung von Flachstahlprodukten fĂŒr die Automobil-, HausgerĂ€te- und Bauindustrie. Es werden warm- und kaltgewalzte, sowie elektrolytisch verzinkte, feuerverzinkte und organisch beschichtete Bleche produziert. Hinzu kommen Elektroband-, Grobblech- und GieĂereiaktivitĂ€ten. Nachgelagerte Bereiche sind das Stahl-Service-Center, Anarbeitung, Logistik und Mechatronik. GröĂtes operatives Unternehmen und gleichzeitig Leitgesellschaft der Steel Division ist die voestalpine Stahl GmbH mit Sitz in Linz.cite-ref-46[46]
High Performance Metals Division
Die High Performance Metals Division (frĂŒher Special Steel Division) besteht aus weltweit fĂŒhrenden Edelstahl- und Werkstoff-Unternehmen. Produktionsgesellschaften befinden sich in Ăsterreich, Deutschland, Schweden, Brasilien und den USA. Die Division entstand durch die Akquisition von Böhler-Uddeholm. Zu den Produkten zĂ€hlen unter anderem Werkzeugstahl und Sonderlegierungen fĂŒr Ăl- und Dampfturbinen. Hauptkunden sind der Werkzeugbau der Automobilindustrie sowie die KonsumgĂŒterindustrie.cite-ref-47[47]
Metal Engineering Division
Die Metal Engineering Division ist eine BĂŒndelung der BahninfrastrukturaktivitĂ€ten der voestalpine. Teil der Division sind die GeschĂ€ftsbereiche Schienentechnik, Weichensysteme, Bahnlogistik und Bahnservices (unter Gruppierung der Tochtergesellschaft voestalpine Railway Systems GmbHcite-ref-48[48]), sowie Draht, Nahtlosrohre und SchweiĂtechnik. Die Produkte der Metal Engineering Division sind hochwertige Schienen- und Weichenprodukte, Walzdraht, gezogener Draht und Spannstahl, Nahtlosrohre sowie SchweiĂzusatzstoffe und Halbfertigerzeugnisse. Ebenso bietet die Metal Engineering Division den kompletten Service fĂŒr den Bahn-Fahrwegbau.
Die Metal Engineering stellt Produkte fĂŒr die Eisenbahnindustrie, die Ăl- und Gasindustrie, die Stahl- und Bauindustrie, die Maschinenbauindustrie und die Automobilindustrie her.cite-ref-49[49]
2017 wurde am Standort Donawitz von der voestalpine Wire Rod Austria GmbH die aus dem Jahr 1979 stammende DrahtwalzstraĂe mit einer Gesamtinvestition von mehr als 140 Mio. Euro durch ein modernes Drahtwalzwerk ersetzt.cite-ref-nachrichten-22-50-0[50] 550.000 t Walzdraht wird dort jĂ€hrlich erzeugt, der zu einem GroĂteil als hochwertiges Vormaterial an die Automobilindustrie geliefert wird.
Metal Forming Division
Am 1. April 2012 wurden die Division Profilform und die Division Automotive zur Metal Forming Division zusammengefĂŒhrt. Die Kompetenzen des Konzerns wurden damit in vier annĂ€hernd gleich groĂen Divisionen gebĂŒndelt. Durch die Zusammenlegung der beiden Divisionen ergibt sich eine Reihe von Vorteilen: So gab es schon bisher eine enge Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung. Auf der Kundenseite â insbesondere in der Automobilindustrie und am Energiesektor â gab es in den letzten Jahren immer stĂ€rkere Ăberschneidungen und damit sich ergĂ€nzende Kompetenzen.
Die Metal Forming Division ist das Kompetenzzentrum der voestalpine fĂŒr hochentwickelte Profil-, Rohr- und PrĂ€zisionsbandstahlprodukte sowie fĂŒr einbaufertige Systemkomponenten aus Press-, Stanz- und rollprofilierten Teilen, die in einer Vielzahl von Branchen â insbesondere im Premium Automotive-Bereich â Einsatz finden.cite-ref-marketsteel-1-51-0[51]
Innovationen
LD-Verfahren
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Hauptartikel
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Linz-Donawitz-Verfahren
Das von der damaligen VĂEST entwickelte Linz-Donawitz-Verfahren (LD-Verfahren) ist eine bedeutende Erfindung in der Stahlerzeugung, bei dem auf Roheisen technisch reiner Sauerstoff aufgeblasen wird. 1952 ging das weltweit erste LD-Stahlwerk am Standort Linz in Betrieb. Das heutige Stahlwerk LD-3, das 1973 eröffnet wurde, gilt bis heute als eines der modernsten der Welt.
Das Know-how der Ingenieure der damaligen Neubauabteilung zur Errichtung von (LD-)Stahlwerken floss spĂ€ter in den neugegrĂŒndeten VOEST-Alpine Industrieanlagenbau (VAI) ein. Dieser ging nach der Teilung der VĂEST 1993 in der VA Tech AG auf und gehörte damit zum Siemens-Konzern; ab 2015 zu Primetals Technologies â einem Zusammenschluss von Siemens VAI und Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery (heute Mitsubishi Heavy Industries).
HSH-Schienen
Die ersten Versuche zu HSH-Schienen (Head Special Hardened) fanden bereits Anfang der 1980er Jahre statt,cite-ref-53[53] aber erst 1990 begann die industrielle Fertigung auf einer auf einem eigenen Patent basierenden Betriebsanlage zur Herstellung von kopfgehĂ€rteten Schienen. Als einziges Unternehmen liefert die voestalpine wĂ€rmebehandelte und schweiĂstoĂfreie Schienen in einer LĂ€nge von 120 Metern aus.cite-ref-54[54]
phs-ultraform
2002 begann die Entwicklung der PHS-Technologie (PresshĂ€rtender Stahl). Durch ZusammenfĂŒhrung von Produkt- und Prozess-Know-how wurden von voestalpine Stahl, voestalpine Polynorm, voestalpine Europlatinen, voestalpine Krems und SADEF sowohl ein Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus hĂ€rtbarem Stahl als auch eine Beschichtung auf Zinkbasis entwickelt und patentiert â die phs-ultraform. Dieser PresshĂ€rtende Stahl und die daraus gefertigten Produkte â crashrelevante Bauteile fĂŒr die Automobilindustrie â haben eine hohe Festigkeit, Passgenauigkeit und KorrosionsbestĂ€ndigkeit.cite-ref-55[55]
vatron/ACCM/LCM
vatron Die vatron gmbh war ein Tochterunternehmen von voestalpine Stahl und Siemens VAI. Sie wurde am 1. Oktober 1998 aus den Forschungs- und Entwicklungsbereichen der voestalpine Stahl und der Siemens VAI herausgelöst, um Messsystementwicklungen fĂŒr den QualitĂ€tsproduzenten voestalpine auch am externen Markt zu verkaufen.
Vatron beschĂ€ftigte sich mit der Optimierung von Produktionsanlagen speziell im Bereich der Stahlindustrie, sowie der Entwicklung, Fertigung und Betrieb von physikalischen Simulationseinrichtungen. Die Produktpalette reicht hier von der SchlackenfrĂŒherkennung im Stahlwerk, ĂŒber ZustandsĂŒberwachungen und MessgerĂ€ten an StranggieĂanlagen bis zu optischen QualitĂ€tsmessungen in Walzwerken.
Aufgrund geĂ€nderterer GeschĂ€ftsinteressen wurde das Joint Venture vatron gmbh mit 1. August 2011 aufgespalten. Die jeweiligen Bereiche in die voestalpine und Siemens VAI reintegriert. voestalpine Stahl fĂŒhrt keine gesonderten ProduktaktivitĂ€ten weiter, die Forschung wird im COMET K1-Kompetenzzentrum Austrian bzw. Linz Center of Mechatronics GmbH (ACCM/LCM) weitergefĂŒhrt, an dem die voestalpine mit der Uni Linz (JKU) und der Upper Austrian Research zusammenarbeitet. Siemens VAI grĂŒndete auf Basis dieses Bereiches und sĂ€mtlicher enthaltener Produkte der ehemaligen vatron gmbh ein eigenes Kompetenzzentrum fĂŒr Mechatronik.cite-ref-56[56]
Direktreduktion mit Wasserstoff
Am Standort Donawitz werden mit Stand 2023 zwei Versuchsanlagen zur Erforschung wasserstoffbasierter Direktreduktionsverfahren betrieben:
HYFOR (Hydrogen-Based Fine-Ore Reduction, wasserstoffbasierte Feinerzreduktion) stellt ein Verfahren zur Direktreduktion von Feinerzen dar, das ohne Agglomeration (beispielsweise Sintern oder Pelletieren) auskommen soll. Das Feinerzkonzentrat wird im vorgewĂ€rmten Zustand ausschlieĂlich mit Wasserstoff zu HDRI (Hot Direct Reduced Iron, heiĂer Eisenschwamm) reduziert. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen voestalpine Stahl Donawitz GmbH, Primetals Technologies, der MontanuniversitĂ€t Leoben und K1-MET.cite-ref-57[57]cite-ref-58[58]cite-ref-59[59]
HPSR (Hydrogen Plasma Smelting Reduction, Wasserstoffplasma-Schmelzreduktion) ist ein Gleichstrom-Elektrolichtbogenofen zur Schmelzreduktion von Feinerzkonzentraten mithilfe eines Wasserstoffplasmas. Projektpartner der voestalpine Stahl GmbH und der voestalpine Stahl Donawitz GmbH sind die MontanuniversitÀt Leoben und K1-MET.cite-ref-60[60]cite-ref-61[61]
Stahlwelt
2009 wurde die Ausstellung voestalpine Stahlwelt eröffnet. Sie vermittelt Wissen entlang der Bereiche Stahlerzeugung, Stahlverarbeitung, Stahlprodukte und Unternehmenserfolge.cite-ref-62[62]
Die zentrale Erlebniswelt ist eine riesige Stahlrotunde, die einem Stahlwerk-Tiegel nachempfunden ist. 80 verchromte Kugeln mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Metern sind Teil der Stahlwelt.cite-ref-63[63] Weiters besteht auch die Möglichkeit einer FĂŒhrung durch weite Teile des BetriebsgelĂ€ndes.
Schichtbetrieb
In Linz und Donawitz wird rund um die Uhr in achtstĂŒndigen Schichten gearbeitet. Zu den Zeiten des Schichtwechsels â um 5:15, 13:15 und 21:15 Uhr â fahren zahlreiche so genannte âSchichtbusseâ aus den Linzer Umlandgemeinden bis ins voestalpine-GelĂ€nde und zurĂŒck. Mehrere Haltestellen befinden sich direkt in Linz. Auch Nicht-Mitarbeiter können zu gewöhnlichen Verkehrsverbund-Fahrpreisen die meisten dieser â zumeist von Postbus betriebenen â Buslinien benutzen.
Die Linie 18 der Linz AG Linien durchfĂ€hrt werktags mit wenigen Kursen morgens und abends das WerksgelĂ€nde Linz und schlieĂt es im Norden und SĂŒden an die StraĂenbahn an.cite-ref-64[64]
Siehe auch
Weblinks
Commons
: Voestalpine
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Website der voestalpine
âą Website der voestalpine-Stahlwelt
⹠Wiener Börse: Marktdaten voestalpine AG
Einzelnachweise
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cite-note-22. https://www.ots.at/presseaussendung/EQS_20250604_EQS0005/eqs-news-voestalpine-ag-voestalpine-erwirtschaftet-solides-ergebnis-im-geschaeftsjahr-202425-trotz-schwierigem-umfeld
cite-note-33. â Stefan Kleiner, Ralf Knöbl, Max Mangold: Duden - das Aussprachewörterbuch. 8., komplett ĂŒberarbeitete und erweiterte Auflage. Band 6. Dudenverlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-411-04068-1, S. 904.
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48.27388888888914.333333333333coordinatesKoordinaten: 48° 16âČ 26âł N, 14° 20âČ 0âł O